Das Klassik-Prisma  
 Bernd Stremmel

www.klassik-prisma.de

zurück

Klaviertrio D-dur op.70 Nr.1

„Geistertrio"

Diese Webseite ist urheberrechtlich geschützt

Beaux Arts Trio (mit D. Guilet, Vl.)

Philips

1964

22‘17

5

 

Trio Istomin – Fuchs - Casals

CBS

1958

26‘41

5

unbedingter Einsatz, manchmal auf Kosten der Tonschönheit

Abegg Trio

Intercord

1986

30‘38

5

 
Trio Staier - Sepec - Queyras HMF 2006

26'32

5

Originalinstrumente - differenziert, gute Balance 

Odeon Trio

musicaphon

P 1978

28‘35

5

 

Busch – Serkin - Trio

CBS

~ 1945

22‘03

5

Serkin führt

 

Trio Gould – A. Schneider – Nelsova

CBC

1954

22‘40

4-5

live Stratford-Festival – großer Einsatz, Streicher manchmal etwas rau und ruppig, Gould ohne Extravaganzen, am Schluss Verzerrungen von der ursprünglichen Acetat-Platte

Trio Istomin – Stern – Rose

Sony

1969

25‘33

4-5

konzertant, großformatig

Trio Ashkenazy – Perlman – Harrell

EMI

~ 1979

23‘09

4-5

 

Trio Parnassus

MDG

2001

28‘05

4-5

 

Beaux Arts Trio (mit I.Cohen, Vl.)

Philips

1981

30‘05

4-5

 

Trio Fontenay

Teldec

1990

23‘13

4-5

 

Trio Kempff – Szeryng – Fournier

DGG

1970

25‘41

4-5

kammermusikalisch intim, Kempff führt

 

Trio di Trieste

Decca/DGG

1954

22‘53

4

Vl. dominiert etwas, flächiges Klangbild

Trio Barenboim – Zukerman – du Pré

EMI

1969

26‘50

4

 

Haydn Trio Wien

Teldec

1984

21‘43

4

 
 

Trio E. Fischer – Schneiderhan – Mainardi

Cetra

1953

24‘30

3

gebremstes Tempo, teilweise etwas betulich

 

Die hier untersuchten Aufnahmen befinden sich bis auf eine Ausnahme auf hohem bis höchsten musikalischen Niveau. Am besten gefallen mir die Einspielungen vom alten Beaux Arts Trio (mit dem Geiger Daniel Guilet), dem Trio um Casals, sowie dem Busch – Serkin – Trio, hier ist ein totaler Einsatz festgehalten, die Spieler sitzen buchstäblich auf der vorderen Stuhlkante. Aber auch die Interpretationen des Odeon Trios (Hokanson, Guntner, May) des Abegg Trios (Zitterbart, Beetz, Erichson) sowie das Trio Staier-Sepec-Queyras gehören ins Spitzenfeld. Staier spielt auf einem nachgebauten Graf-Hammerflügel. Die meisten der neueren Aufnahmen klingen zwar schwungvoll, korrekt, aber etwas distanziert, das Pathos des 2. Satzes ist nicht ihre Sache. Beim Edwin Fischer – Trio hatten die Streicher (Schneiderhan, Mainardi) keinen guten Tag.

Zu den Wiederholungen: im ersten Satz hat Beethoven zwei vorgesehen, Exposition sowie Durchführung mit Reprise. Das Busch – Serkin – Trio verzichtet auf alle. Ansonsten wird die erste von allen beachtet. Die 2. Wiederholung bringen nur Beaux Arts (2.Aufn.), Odeon, Abegg, Parnassus und Staier.

Die Wiederholung im 3.Satz spielen Kempff, Casals, Beaux Arts (2.Aufn.), Stern, Busch, Odeon, Abegg, Parnassus und Staier.

eingestellt am 28.11.05

ergänzt am 09.12.07

zurück